Den Brocken beschreiben, bevor Sie eine Maschine wählen
Ein massiver Kunststoffbutzen aus einem Spülvorgang und ein dünnes Ausschussformteil können ähnliche Außenabmessungen haben und trotzdem sehr unterschiedliche Schneidaufgaben darstellen. Fotos der Spülmassen sollten das ganze Stück und seine dickste Stelle zeigen. Nennen Sie die Werkstofftype, Füllstoffe und mögliche Materialmischungen, statt nur das Gesamtgewicht einer Charge anzugeben.
Es geht darum, beide Enden der Aufgabe festzulegen: was in die Maschine gelangt und was der nächste Prozess aufnehmen kann. Diese beiden Beschreibungen bestimmen, ob eine Zerkleinerungsstufe genügt oder ob vor dem Vermahlen eine Vorzerkleinerung erforderlich ist.
Welche Aufgaben die beiden Stufen übernehmen
Ein Einwellen-Zerkleinerer ermöglicht die erste Zerkleinerung von Kunststoffbrocken und Spülmassen. Der chinesische RHONG-Katalog beschreibt diese Anwendung und sieht eine nachgeschaltete Schneidmühle vor, wenn eine weitere Größenreduzierung benötigt wird.
Eine Schneidmühle schneidet das Material zu Mahlgut. Für Produktionsabfälle kann eine Schneidmühle in schwerer Ausführung infrage kommen. Das tatsächliche Stück muss jedoch zur vorgesehenen Einfüllöffnung und zum Schneidsystem passen. Weder die Bezeichnung „schwere Ausführung“ noch die Motorleistung allein belegen, dass sich ein bestimmter massiver Brocken direkt verarbeiten lässt.
Zwei Stufen sind daher eine zu prüfende Möglichkeit, keine Regel für jede Spülmasse. Kann eine vorgeschlagene Maschine das Eingangsmaterial aufnehmen und unter den vereinbarten Bedingungen das benötigte Mahlgut liefern, ist eine zusätzliche Zerkleinerungsstufe möglicherweise nicht erforderlich.
Getrennte Maschinen oder eine kombinierte Anlage?
Bei getrennten Maschinen muss das Angebot den Materialtransport zwischen Zerkleinerer und Schneidmühle sowie den Austrag aus der zweiten Stufe festlegen. Ein separater Vergleich der Nenndurchsätze beider Maschinen in Stundenmengen klärt diese Verbindung nicht.
Eine Kombination aus Zerkleinerer und Schneidmühle vereint beide Arbeitsschritte in einer Maschinenanordnung. Es bleiben zwei Schneidaufgaben. Prüfen Sie für die gesamte Einheit den vorgesehenen Beschickungsweg, den Zugang für Reinigung und Wartung, den Materialaustrag und die elektrischen Anforderungen. Eine kombinierte Anordnung belegt noch kein Verarbeitungsergebnis für einen nicht näher beschriebenen Brocken.
Festlegen, welches Ergebnis sich weiterverwenden lässt
Geben Sie das nächste Ziel an: Lagerung, einen weiteren Recyclingschritt oder einen festgelegten Produktionsprozess. Mechanische Zerkleinerung wäscht das Material nicht, entfernt nicht jede Verunreinigung und übernimmt keine Schmelzefiltration. Geschnittenes Mahlgut unterscheidet sich außerdem von Granulat, das durch Extrusion und anschließende Granulierung erzeugt wird.
Legen Sie für einen Probelauf das Eingangsmaterial und das zu bewertende Ergebnis fest. Dazu gehören gegebenenfalls Anforderungen an die Teilchengröße, der Materialzustand und der vorgesehene Durchsatz. Bewahren Sie diese Bedingungen zusammen mit den Messwerten auf, damit sich spätere Angebote auf dieselbe Aufgabe beziehen.
Die Anwendungsdaten vorbereiten
- Typische und größte Stücke mit Abmessungen und der dicksten Stelle.
- Werkstofftype, Füllstoffe, Verunreinigungen sowie Zustand und Temperatur des zur Verarbeitung bereitgestellten Materials.
- Chargengröße, Häufigkeit der Anlieferung und vorgesehenes Ziel des aufbereiteten Materials.
- Verfügbarer Platz sowie der vorgesehene Weg für Beschickung, Transport und Sammlung.
Quelle
Chinesischer RHONG-Katalog: Einwellen-Zerkleinerer für Brocken und Spülmassen. Der Katalog beschreibt den getrennten und kombinierten Einsatz. Die endgültige Maschinen- und Prozessspezifikation bleibt von der konkreten Anwendung abhängig.
